STEYR / WOLFGANGSEE. Der Schafberglauf am Wolfgangsee gilt seit Jahren als eine der härtesten Berglauf-Bewährungsproben im Land – und machte seinem Ruf auch heuer alle Ehre. Im Rahmen der Oberösterreichischen Landesmeisterschaften warteten auf nur 7,58 Kilometern nicht weniger als 1.221 Höhenmeter. Ein gnadenloser Kampf gegen die Schwerkraft, bei dem ab dem ersten Meter der Puls im Hals spürbar ist und der Untergrund – von wurzeligen Passagen bis hin zu steilen Felsstufen – volle Konzentration fordert.
Gold für Claudia Heiml, Bronze im Damen-Team
In dieser anspruchsvollen Kulisse präsentierten sich die Steyrer Läuferinnen in starker Form. Allen voran Claudia Heiml, die ein echtes Traumrennen erwischte: Souverän meisterte sie die steilen Rampen und holte sich den Landesmeistertitel in der AK50. Dass sie auch im gesamten Frauenfeld zu den Schnellsten gehört, bewies sie zusätzlich mit einem hervorragenden 8. Platz in der Gesamtwertung.
Dicht dahinter kämpfte sich Elisabeth Trebsche-Hubinger durch das alpine Gelände und zeigte vor allem mental große Stärke. Sie belohnte sich in der AK45 mit Rang 3 und belegte im Gesamtklassement der Damen den 11. Platz.
Das Highlight aus Steyrer Sicht: Durch diese geschlossene Mannschaftsleistung durften sich Claudia Heiml und Elisabeth Trebsche-Hubinger gemeinsam über den 3. Platz in der Damen-Teamwertung freuen.
Starke Auftritte auch bei den Herren
Auch die Steyrer Herren schenkten sich am Berg nichts. Gerhard Michlmayr bewies einmal mehr seine Qualitäten am Berg und erkämpfte sich in der AK50 den ausgezeichneten 3. Platz. Für zusätzliche Spannung sorgte der Auftritt von Markus Schreiner. Der ausgewiesene Spezialist für schnelle, flache Straßenläufe wagte den Ausflug in die Vertikale – mit Erfolg. Schreiner biss sich durch die steilen Kehren des Schafbergs und landete im stark besetzten Feld auf dem 16. Gesamtrang.
„Der Schafberglauf ist jedes Jahr eine echte Grenzerfahrung. Dass wir heuer mit gleich mehreren Medaillen heimfahren, ist eine besondere Belohnung für das harte Training im Vorfeld“, lautete der einhellige Tenor aus dem Steyrer Lager nach dem Rennen.