STEYR. Der Aufstieg ist fix – der Heimsieg blieb aus: Vorwärts Steyr kam am Samstag vor eigenem Publikum gegen Edelweiß Linz nicht über ein 2:2 (2:0) hinaus. Nach der starken Vorstellung beim Debüt von Spielertrainer Roko Mislov in Weißkirchen wollte man den Schwung mitnehmen und mit einem Dreier einen großen Schritt Richtung Meistertitel machen. Am Ende stand zwar die frühzeitige Aufstiegsfixierung, aber auch Enttäuschung über zwei liegen gelassene Punkte.
Jurdik schnürt Doppelpack vor der Pause
Bei sommerlichen Temperaturen starteten beide Teams vorsichtig. Vorwärts übernahm rasch die Kontrolle, fand gegen die tief stehenden Linzer aber zunächst kaum Lücken. Nach einem ersten gefährlichen Angriff über die linke Seite durch Alex Weinstabl in Minute 5 und einem geblockten Schuss von Oliver Filip (18.) brach in der 33. Minute schließlich der Jubel im Vorwärts-Stadion aus:
Wieder war es Weinstabl, der auf der linken Seite durchbrach und scharf zur Mitte spielte – Milan Jurdik drückte den Ball aus kurzer Distanz zum 1:0 über die Linie. Kurz vor der Pause dann fast eine Kopie dieses Treffers: Flanke von links, dieses Mal setzte sich Jurdik per Kopf durch und stellte auf 2:0. Mit der komfortablen Führung und viel Ballbesitz ging es in die Kabinen.
Linzer drehen nach Anschlusstreffer auf
Auch nach Wiederbeginn änderte sich zunächst wenig am Spielbild: Vorwärts dominierte, Edelweiß stand tief. In der 50. Minute verpasste Jurdik den Hattrick nur knapp, sein Abschluss strich hauchdünn am Tor vorbei. Fast aus dem Nichts kamen die Gäste dann zurück ins Spiel: Grafinger nutzte in der 55. Minute eine Gelegenheit und verkürzte auf 2:1.
Der Anschlusstreffer beflügelte Edelweiß. Die Linzer agierten nun mutiger, lauerten auf schnelle Konter, während sich für Vorwärts größere Räume in der Offensive boten. Mehrere gute Chancen der Steyrer blieben jedoch ungenützt – ein hoher Preis, wie sich spät herausstellen sollte.
Ausgleich in Minute 90
Als schon vieles nach einem knappen, aber verdienten Heimsieg aussah, folgte in der 90. Minute der Dämpfer: Ramic traf zum 2:2-Ausgleich. In der Nachspielzeit hatte Vorwärts sogar noch den Matchball: In der 93. Minute verfehlte Stefan Goldnagl das Tor nur knapp. Es blieb beim 2:2 – einem Resultat, das sich angesichts der klaren Überlegenheit und der 2:0-Führung wie eine verpasste Chance anfühlte.
Aufstieg fix – Meistertitel weiter das Ziel
Trotz des enttäuschenden Spielverlaufs: Mit dem Punktgewinn ist der Aufstieg vorzeitig fixiert. Der Blick richtet sich nun voll auf den Meistertitel, der angesichts des Restprogramms kein Selbstläufer wird. Die Unterstützung der zahlreichen und lautstarken Steyrer Fans soll dabei weiterhin der zwölfte Mann bleiben – damit am Ende nicht nur der Aufstieg, sondern auch der Titel in Steyr gefeiert werden kann.
SK BMD Vorwärts Steyr – SPG Edelweiß Linz/Neue Heimat 2:2 (2:0)
Vorwärts (4-4-2): Staudinger; Pasic, Goldnagl, Laskaj, Brekner; Wallner, Brajkovic (58. Martic), Mislov, Filip (74. Mayrhofer); Jurdik (85. Demir), Weinstabl. Ersatz: Gmeiner; Telbiz, Dzafic. Trainer: Roko Mislov.
Edelweiß (5-4-1): Rezaie; Sprinzing, Madlmayr, Hahn, Dizdarevic, Rausch (89. Pavlovic); Ramic, Pezic, Abraham, Pils (46. Frühwirth); Grafinger. Ersatz: Karimi, Nuredini, Duric, St. Filip. Trainer: Christian Stumpf.
Tor: 1:0 (34.) Jurdik (Brekner), 2:0 (44.) Jurdik (Brajkovic), 2:1 (56.) Grafinger, 2:2 (90.) Ramic.
Gelbe Karte: Hahn (74. Foul).
Freitag, 29. Mai 2026; Vorwärts Stadion, 950 Zuschauer
SR Armin Dukic; Sebastian Aichner, Günther Schwandner
Fotos © JOSEF MOSER.