OÖ / STEYR. Die zweite Etappe der 16. Int. Oberösterreich Rundfahrt führte das Fahrerfeld über 188 Kilometer von Eferding nach Reichersberg und entwickelte sich zu einem äußerst schnellen und anspruchsvollen Rennen. Das Team Hrinkow Advarics zeigte dabei eine starke Mannschaftsleistung und konnte sich gleich doppelt in Szene setzen.Den Etappensieg holte der Brite Henry Hobbs (Team Visma | Lease a Bike Development), Rang zwei ging mit drei Sekunden Rückstand an den Australier Reuben Page-Brown (Team Brennan). Filippo Fortin (Hrinkow Advarics) sprintet auf Rang drei und Loic Bettendorff (Hrinkow Advarics) fährt ins gepunktete Bergtrikot. Das Gelbe Trikot behält Auftaktsieger Henrique Bravo.
Deutlich schneller als erwartet, mit einem Schnitt von über 45 km/h, raste das Feld von Eferding in Richtung Maria Schmolln und weiter Richtung Zielort Reichersberg. Nach rund 65 Rennkilometern setzte sich eine Spitzengruppe vom Feld ab, in der auch Loïc Bettendorff vertreten war. Der Luxemburger präsentierte sich besonders stark an den Anstiegen und gewann sowohl die zweite als auch die dritte Bergwertung des Tages. Damit sicherte er sich die Führung in der Bergwertung und darf sich über das begehrte Bergtrikot freuen. Als Zugabe holte er zudem wertvolle Bonussekunden bei den Zwischensprints. Die Ausreißer bestimmten lange Zeit das Renngeschehen, ehe das Feld die entscheidenden Angriffe in der Schlussphase neutralisierte. Trotz des hohen Tempos und der anspruchsvollen Streckenführung zeigte sich Hrinkow Advarics während der gesamten Etappe offensiv und präsent.
„Es war von Beginn an ein sehr schnelles Rennen. Die Gruppe harmonierte gut und ich konnte die Bergwertungen gezielt anfahren. Das Bergtrikot zu übernehmen ist eine schöne Belohnung für die Arbeit des gesamten Teams. Aber ich musste auch ordentlich Körner lassen“, so Bettendorff.
Im Finale kam es zu einem ereignisreichen Massensprint. Dabei bewies Filippo Fortin einmal mehr seine Endschnelligkeit und sprintete auf einen starken dritten Platz. Mit dem Podestplatz und dem Gewinn des Bergtrikots konnte das Team einen äußerst erfolgreichen Renntag verbuchen.
„Hundertprozent zufrieden bin ich nicht, da ich schon bei der 500 Meter Marke behindert wurde und so erst wieder die Position finden musste. Ein Podium nach meiner Verletzung ist trotzdem schön“, so der Italiener.
Mit dem Bergtrikot und einem Podiumsplatz blickt Hrinkow Advarics nun motiviert auf die kommenden Etappen der Oberösterreich Rundfahrt, die sich bis zum Finale am Sonntag noch deutlich schwerer gestalten werden.
Unten rechs: Loic Bettendorf im Bergtrikot. Foto © Reinhard Eisenbauer.