KIRCHDORF. Mit der Inbetriebnahme eines neuen Magnetresonanztomographen (MRT) am Pyhrn-Eisenwurzen Klinikum Kirchdorf erhält die Bezirkshauptstadt erstmals direkten Zugang zu strahlungsfreier Hochleistungsdiagnostik. Der rund 220 m² große, zweigeschossige Zubau erweitert das radiologische Institut und stärkt die Versorgungsstrukturen im Süden Oberösterreichs.
Politik setzt auf wohnortnahe Hightech-Medizin
Landeshauptmann Thomas Stelzer betont die Bedeutung der Investition für den ländlichen Raum: „Gesundheit darf keine Frage der Postleitzahl sein – genau deshalb investieren wir in Oberösterreich konsequent in eine starke, wohnortnahe Versorgung. Mit dem neuen MRT in Kirchdorf bringen wir modernste Medizin direkt zu den Menschen in der Region und verkürzen Wege, Wartezeiten und Unsicherheiten.“
Gesundheitslandesrätin Christine Haberlander ergänzt: „Die Menschen in der Region sollen moderne Diagnostik so wohnortnah wie möglich erhalten – schnell, sicher und in höchster Qualität. Mit der Entscheidung, jedes Krankenhaus mit einem MRT auszustatten, bekennen wir uns klar zur Qualität in der Versorgung und zur Reduktion der Wartezeiten auf MRT-Untersuchungen.“
Kooperationsmodell soll Wartezeiten senken
Der MRT-Standort ist als Kooperationsmodell ausgelegt: Das Gerät steht sowohl stationären Patientinnen und Patienten des Klinikums als auch ambulanten Patientinnen und Patienten zur Verfügung, die von niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten überwiesen werden. „Erst diese Kooperation ermöglicht im ländlichen Raum eine wirtschaftlich sinnvolle und bedarfsgerechte Versorgung“, unterstreicht OÖG-Geschäftsführer Karl Lehner.
Medizinisch ermöglicht das neue Gerät eine hochauflösende, strahlenfreie Bildgebung von Gelenken, Wirbelsäule, Gehirn, Organen und Gefäßen – etwa bei Schlaganfallabklärung, onkologischen Fragestellungen oder Sport- und Unfallverletzungen aus den umliegenden Tourismusgebieten. „Schnelle Orientierung, klare Entscheidungen und Untersuchungen ohne zusätzliche Wege sind für alle möglich“, beschreibt Radiologie-Primar Helmut Spalt den Mehrwert für die Region.
Mit dem MRT-Zubau und dem Start des Vollbetriebs setzt das PEK Kirchdorf einen weiteren Schritt in Richtung moderner, wohnortnaher Hightech-Medizin – ein Faktor, der die regionale Gesundheitsversorgung im Raum Kirchdorf stärkt.