STEYR / STEYR-LAND / OÖ. Der heimische Arbeitsmarkt zeigt sich im April 2026 leicht verbessert – vor allem in Steyr ist ein Rückgang der Arbeitslosigkeit bei gleichzeitig steigender Zahl offener Stellen zu verzeichnen. Oberösterreichweit setzt sich damit der vorsichtig positive Trend fort, auch wenn einzelne Gruppen und Regionen weiterhin unter Druck stehen.
Steyr: Weniger Arbeitslose, mehr offene Stellen
In der Stadt Steyr waren im April 3.424 Personen beim AMS vorgemerkt. Das sind um 86 Menschen weniger als im April des Vorjahres, was einem Rückgang von 2,5 % entspricht. Parallel dazu ist die Zahl der gemeldeten offenen Stellen deutlich gestiegen: 1.016 Jobs waren im April in Steyr beim AMS ausgeschrieben, um 86 mehr als im Vorjahr (+9,2 %).
Damit bestätigt Steyr den landesweiten Trend: Die Nachfrage nach Arbeitskräften nimmt in vielen Bereichen wieder leicht zu, während die Arbeitslosigkeit insgesamt moderat sinkt.
Für den Bezirk Steyr-Land (AMS-Region „Kirchdorf/Steyr-Land“) weist die Statistik 1.244 arbeitslos vorgemerkte Personen aus – ein leichter Rückgang um 16 Personen bzw. 1,3 %. Bei den offenen Stellen zeigt sich die Lage stabil: 801 gemeldete Jobs bedeuten ein kleines Plus von vier Stellen (+0,5 %). In Summe zeigt sich der Arbeitsmarkt in Steyr und Steyr-Land stabil bis leicht verbessert: etwas weniger Arbeitslose, etwas mehr offene Stellen – eingebettet in einen oberösterreichischen Arbeitsmarkt, der sich weiter langsam erholt, aber nach wie vor mit strukturellen Herausforderungen zu kämpfen hat.
Linz: Mehr Arbeitslose, aber auch deutlich mehr Jobs
Anders präsentiert sich das Bild in Linz: In der Landeshauptstadt waren im April 10.547 Personen arbeitslos gemeldet, um 418 mehr als im Vorjahr (+4,1 %). Gleichzeitig ist die Zahl der offenen Stellen kräftig gestiegen: 4.991 gemeldete Jobs bedeuten ein Plus von 651 Stellen (+15,0 %). Das zeigt, dass der Strukturwandel und betriebliche Umstellungen – insbesondere im mittleren und höheren Management – weiterhin Spuren hinterlassen, während andere Bereiche verstärkt Personal suchen.
Oberösterreich: Niedrigste Arbeitslosenquote, Langzeitarbeitslosigkeit steigt weiter stark
Oberösterreich verzeichnet im April 37.574 arbeitslos gemeldete Personen. Das ist ein leichtes Minus von 283 Personen gegenüber dem Vorjahr (-0,7 %). Die Zahl der Beschäftigten stieg im selben Zeitraum auf 692.000 (+733 bzw. +0,1 %). Mit einer Arbeitslosenquote von 5,2 % weist Oberösterreich weiterhin den niedrigsten Wert aller Bundesländer auf.
Auffällig ist der starke Zuwachs bei der Langzeitarbeitslosigkeit: 11.266 Personen sind länger ohne Job, ein Plus von knapp 20 %. Gleichzeitig konnten aber im April um 18 % mehr langzeitarbeitslose Menschen wieder in Beschäftigung gebracht werden als im Vorjahresmonat. Vom aktuellen Aufschwung profitieren vor allem Berufe in Produktion und Bau; schwieriger gestaltet sich der Markt für Personen mit akademischer Ausbildung.
Bei den offenen Stellen meldet Oberösterreich insgesamt 20.944 Jobs beim AMS, um 628 mehr als im Vorjahr (+3,1 %). Deutliche Zuwächse gibt es etwa in der Arbeitnehmer:innenüberlassung (+19,7 %) und im Bau (+11,3 %), während im Handel, im Tourismus sowie im Gesundheits- und Sozialbereich weniger Stellen gemeldet wurden.
Landesgeschäftsführerin Iris Schmidt zieht eine verhalten positive Bilanz: „Die konjunkturelle Stabilisierung zeigt sich nun auch in einem Plus bei den unselbständig Beschäftigten bei gleichzeitigem Rückgang der Arbeitslosigkeit und einem leichten Anstieg der gemeldeten offenen Stellen. Schwierig gestaltet sich der Arbeitsmarkt im Bereich der akademischen Ausbildungen. Dies ist den Umstrukturierungsmaßnahmen vor allem im mittleren und höheren Management geschuldet. Insgesamt setzt sich in Oberösterreich der leicht positive Trend fort.“