• BEZIRK: STEYR
Foto © PETER KAINRATH.

STEYR. Beim vierten HR-Talk der Zukunftsregion Steyr diskutierten Führungskräfte, HR-Verantwortliche, Studierende und Expert:innen über Führung, Fachkräfte, KI und die Arbeitswelt von morgen. Die Veranstaltung wurde gemeinsam von Zukunftsregion Steyr, FH OÖ Campus Steyr und Raiffeisenbank Steyr im Digi Space der FH OÖ umgesetzt und bot neben spannenden Impulsen auch viel Raum für Vernetzung und Austausch innerhalb der regionalen HR-Community.

Christoph Grumböck, Sprecher der Zukunftsregion Steyr, unterstrich die zentrale Rolle von Fachkräften, Bildung und Zusammenarbeit für die Zukunft des Wirtschaftsstandorts Steyr. Bürgermeister Markus Vogl verwies auf das positive Image Steyrs als Wirtschafts- und Bildungsstandort und hob die Auszeichnung der FH OÖ Steyr als beste Management- Fachhochschule Österreichs hervor.

Auch Dekan Andreas Auinger griff diese Auszeichnung auf: Die wirtschaftlichen Bachelorstudiengänge erreichten im aktuellen CHE-Ranking durchschnittlich 4,46 von 5 Sternen, die Abschlussquote liegt bei beeindruckenden 99,4 Prozent. Zudem verwies Auinger auf die hohe Forschungsstärke des Standorts mit durchschnittlich 124.672 Euro Drittmitteln pro Professor:in sowie 17 kooperativen Promotionen. Gleichzeitig sprach er über die Herausforderungen durch demografischen Wandel und Automatisierung.

„Christian Waldl, Vorstand Marktfolge der Raiffeisenbank Steyr, verwies auf die wachsende Bedeutung von „People & Culture“, Führungskultur und strategischer Personalentwicklung. Besonders wichtig sei dabei, junge Potenzialträger:innen frühzeitig zu erkennen und diese gezielt zu fördern.“

Silke Preymann, Studiengangsleiterin des Masterstudiums Human Resource Management, sprach über neue Führungskulturen und die Auswirkungen von KI auf die Arbeitswelt. Laut ihr erleben bereits 59 Prozent der Unternehmen mehrere Transformationen gleichzeitig, während sieben von zehn Veränderungsprozessen scheitern. Kathrin Weber zeigte in ihrer Masterarbeit, dass Vertrauen und Autonomie entscheidend für die Akzeptanz hybrider Arbeitsmodelle sind. Manuela Eichinger untersuchte am Beispiel ENGEL Austria die strategische Weiterentwicklung von HR-Strukturen und den Wandel hin zu „People & Culture“.

Patricia Pfarrhofer widmete sich dem Thema „Early Career Leadership“ und der Frage, wie junge Talente langfristig an Unternehmen gebunden werden können. Laut Fachkräftemonitor werden allein in Oberösterreich bis 2030 rund 83.000 Fachkräfte fehlen. Abschließend stellte Tobias Kammerhofer mit „Jobracing“ ein neues Recruiting-Format vor, das Lehrlingssuche mit E-Sport verbindet. Zudem wurde auf die Bewerbungsinitiative „Jobmatch“ am 17. November 2026 im City Point Steyr hingewiesen.

Der HR-Talk zeigte einmal mehr, wie eng Wirtschaft, Bildung und regionale Initiativen in der Region Steyr bei Zukunftsthemen zusammenarbeiten.

Fotos © PETER KAINRATH.

 

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