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Oben: Der denkmalgeschützte Tauchergarten im Steyrer Stadtbad ist derzeit nicht benutzbar und wird nun saniert. Foto © E-STEYR.COM

Tauchergarten im Stadtbad wird wieder benützbar

STEYR. Der Tauchergarten im Steyrer Stadtbad kann aufgrund des desolaten Zustands nicht mit Wasser befüllt und von Badegästen genützt werden. Gesprungene Scheiben, massive Rostschäden in der Stahlkonstruktion, tiefe Risse in den Betonwänden hinter den Mosaikfliesen, undichte Anschlussteile, Farb- und Putzabplatzungen lassen keinen Betrieb zu. Der Tauchergarten ist ein Denkmal der 50er-Jahre und steht aufgrund einer Verordnung des Bundesdenkmalamtes unter Denkmalschutz. Die Stadt ist als Eigentümerin verpflichtet, geschützte Denkmale in einem ordnungsgemäßen Zustand zu erhalten. Um den Tauchergarten wieder nutzbar zu machen, sind tiefgreifende Sanierungsmaßnahmen erforderlich. Dabei sind sowohl die Anforderungen des Denkmalschutzes und des Bäderhygienegesetzes als auch bauliche, sicherheitstechnische und statische Aspekte zu berücksichtigen. 

Der Gemeinderat beschließt eine Sanierung des Tauchergartens. Ziel ist es, mit den Sanierungsarbeiten im Herbst 2026 zu beginnen, sodass der Tauchergarten den Badegästen nach Möglichkeit bereits während der Freibadsaison 2027 wieder zur Verfügung stehen kann. Die zu erwartenden Gesamtkosten liegen voraussichtlich bei rund 1,13 Millionen Euro. 

Der Tauchergarten ist Teil der Freibadanlage des Steyrer Stadtbades, die im Sommer 1959 eröffnet wurde. Die Entwürfe der Freibadanlage stammen vom Wiener Architekten Friedrich Florian Grünberger, der auch „der Bäderpapst von Wien“ genannt wurde. Zentrales Gestaltungselement bildet eine Betonplastik mit integrierter Rutsche, welche die Form eines Kraken mit dem dahinter schimmernden Korallenriff (Mosaikfliesen) nachbilden soll. Der Tauchergarten gilt europaweit als einzigartig und ist ein charakteristisches und progressives Zeitdokument der 50er-Jahre-Architektur.

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