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Oben: Der SuperPanther eTopas 600. Foto © Steyr Automotive

STEYR. Bei Steyr Automotive ist die Serienproduktion eines neuen Elektro-Schwerlast-Lkw angelaufen: Der eTopas 600 des Nutzfahrzeug-Technologieunternehmens SuperPanther wird ab sofort in Steyr endmontiert. Am 27. Juli 2026 rollte die erste serienmäßige 4x2-Elektro-Sattelzugmaschine vom Band – Ergebnis einer Kooperation zwischen dem chinesischen Hersteller SuperPanther und dem Steyrer Werk.

Gefertigt wird der Lkw im Semi-Knocked-Down-Verfahren: Vormontierte Module werden in Steyr zur fertigen Zugmaschine zusammengebaut, in Betrieb genommen und einer Qualitätsabnahme unterzogen. SuperPanther liefert Kernsysteme wie die Zweimotor-E-Achse, die Hochspannungs-Leistungselektronik und das Wärmemanagementsystem, europäische Partner wie ZF, Schaeffler, Aumovio, Infineon, Michelin und Castrol steuern weitere Komponenten bei.

Zur offiziellen Aufnahme der Serienfertigung trafen sich Vertreter beider Unternehmen in Steyr, darunter SuperPanther-Gründer und CEO Chao Liu, Europa-Präsident Dr. Michael Ruf sowie Steyr-Automotive-Eigentümer und Aufsichtsratsvorsitzender Siegfried Wolf und sein Stellvertreter Manfred Eibeck.

Europa braucht keinen weiteren importierten Lkw. Es braucht einen weiteren Industriepartner“, sagt Chao Liu, CEO von SuperPanther. „Das war von Anfang an unser Ansatz. Durch die Kombination unserer Technologieplattform mit europäischen Fertigungs-, Validierungs- und Servicekapazitäten entwickeln wir gemeinsam mit Europa ein europäisches Produkt.

Steyr als Standort für Qualität
Steyr Automotive übernimmt die Endmontage, Inbetriebnahme und Qualitätsabnahme der Fahrzeuge. „Unser gemeinsames Ziel ist klar: Starkes Engineering braucht eine starke Fertigung“, betont Aufsichtsratschef Siegfried Wolf. „Jedes Fahrzeug, das dieses Werk verlässt, muss unsere vereinbarten Qualitätsstandards erfüllen, bevor es zum Kunden gelangt. Die Marken ‚SuperPanther‘ und ‚by Steyr Automotive‘ stehen beide dafür.

SuperPanther versteht den eTopas 600 als europäisches Produkt, das in der Region angepasst, getestet und gefertigt wird. „Unser Ziel ist es, den eTopas 600 als europäisches Serienprodukt zu realisieren: mit lokalen Anpassungen, Validierung und Fertigungsprozessen vor Ort“, erklärt Dr. Michael Ruf, Leiter Europa. „Wir betrachten Europa nicht als einen Markt, der einfach nur beliefert werden kann – wir sehen es als ein System, in dem ein Fahrzeug aus regulatorischer, industrieller und betrieblicher Sicht funktionieren muss.

Erste Kunden in mehreren Ländern
Parallel zum Produktionsstart wurden die ersten Serienfahrzeuge an vier Erstkunden übergeben: DHL, das deutsche Transportunternehmen GRESS, der österreichische Logistiker Temmel – der den eTopas für den umsatzstärksten Einzelhändler Europas einsetzen wird – sowie der Nutzfahrzeug-Dienstleister LONTEX in Polen und Tschechien. Mit diesen Kunden startet der reguläre kommerzielle Betrieb in Deutschland, den Niederlanden, Österreich, Polen und der Tschechischen Republik.

Technik: Reichweite, Laden, Effizienz
Der eTopas 600 ist für ein zulässiges Gesamtgewicht von 42 Tonnen ausgelegt und wiegt leer 10,8 Tonnen. Die Dual-Motor-E-Achse leistet dauerhaft 394 kW und in der Spitze 692 kW. Die 876-Volt-Architektur wird von einer 621-kWh-LFP-Batterie (CATL) versorgt, die für bis zu 4.500 Vollzyklen und bis zu 1,2 Millionen Kilometer oder acht Jahre ausgelegt ist.

SuperPanther wurde 2022 in China gegründet, die Europazentrale (SuperPanther GmbH) sitzt in Heimsheim bei Stuttgart. Das Unternehmen entwickelt Kernsysteme für schwere Elektro-Lkw, darunter E-Achsen, Hochspannungs- und Leistungselektronik, Wärmemanagement sowie softwarebasierte Funktionen. Mit dem eTopas 600 bietet SuperPanther eine speziell für Europa konzipierte 4x2-Elektro-Sattelzugmaschine an, die bei Steyr Automotive endmontiert und validiert wird – ein weiterer Baustein zur Stärkung des Nutzfahrzeugstandorts Steyr.

Foto © Steyr Automotive

 

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