STEYR / STEYR-LAND / OÖ. Der Arbeitsmarkt im Bezirk Steyr zeigt sich im Juli 2026 weiter leicht verbessert. Die Arbeitslosenquote liegt aktuell bei 7,6 Prozent und damit um 0,2 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert von 7,8 Prozent. Insgesamt waren 3.420 Personen beim AMS Steyr arbeitslos vorgemerkt – ein Rückgang um 112 Menschen bzw. 3,2 Prozent. Oberösterreichweit stieg die Zahl der Arbeitslosen im selben Zeitraum um 2,6 Prozent.
Mehr Abgänge aus Arbeitslosigkeit, Rückgang bei Männern und Jüngeren
Von den 3.420 vorgemerkten Arbeitslosen sind 1.666 Frauen (-0,8 % zum Vorjahr) und 1.754 Männer (-5,3 %). Besonders deutlich ist der Rückgang in der Altersgruppe der 25- bis unter 50-Jährigen: Hier sank die Zahl der Arbeitslosen um 5,5 Prozent auf 1.835 Personen. Bei den unter 25-Jährigen waren 400 Personen vorgemerkt (-1,0 %), bei den über 50-Jährigen 1.185 nahezu stabil (-0,2 %).
Die Dynamik am Arbeitsmarkt hat zugenommen: 809 Personen wurden im Juli neu arbeitslos (+2,8 %), gleichzeitig konnten 857 ihre Arbeitslosigkeit beenden – ein Plus von 14,7 Prozent gegenüber Juli 2025. 297 dieser Abgänge erfolgten durch Arbeitsaufnahmen (+2,4 %).
Etwas weniger offene Stellen, aber weiterhin hohes Niveau
Der Neuzugang von 584 Jobangeboten im Betreuungsbereich des AMS Steyr liegt um 46 unter dem Vorjahreswert (-7,3 %). Am Monatsende standen dennoch 948 sofort verfügbare offene Stellen zur Verfügung, lediglich um 35 weniger als im Vorjahr (-3,6 %). Damit bleibt das Angebot an Arbeitsplätzen im Bezirk auf einem hohen Niveau, auch wenn der Zufluss neuer Stellen leicht nachgelassen hat.
Lehrstellenmarkt: mehr Angebote, etwas weniger Suchende
Für Jugendliche präsentiert sich der Lehrstellenmarkt weiterhin günstig. Im Juli wurden 108 sofort verfügbare offene Lehrstellen gezählt – mehr als doppelt so viele wie im Vorjahr (+56 bzw. +107,7 %). Dem gegenüber stehen 106 sofort verfügbare Lehrstellensuchende, um zwei weniger als im Juli 2025 (-1,9 %). Damit übersteigt das Lehrstellenangebot im Bezirk aktuell die Zahl der aktiv suchenden Jugendlichen.
Langzeitarbeitslosigkeit bleibt zentrale Herausforderung
Sorge bereitet unverändert die Langzeitarbeitslosigkeit. Im Juli waren 849 Personen bereits länger als ein Jahr beim AMS Steyr vorgemerkt. Das entspricht einem Anstieg um 116 Personen bzw. 15,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Bezirk liegt damit zwar unter dem oberösterreichweiten Plus von 22,1 Prozent, doch bleibt die wachsende Gruppe langzeitarbeitsloser Menschen eine zentrale Herausforderung für Qualifizierungsmaßnahmen, Unterstützungsangebote und Unternehmen in der Region.
Fazit: Der Arbeitsmarkt im Bezirk Steyr zeigt im Juli 2026 ein überwiegend positives Bild: Die Arbeitslosenquote sinkt leicht, die Gesamtzahl der Arbeitslosen geht zurück, und der Lehrstellenmarkt entwickelt sich klar zugunsten der Jugendlichen. Gleichzeitig sind der etwas schwächere Zufluss neuer Stellen und vor allem der deutliche Anstieg der Langzeitarbeitslosigkeit Hinweise darauf, dass die Integration bestimmter Gruppen in Beschäftigung weiterhin gezielte Anstrengungen erfordert.