STEYR. Die Steyr Motors AG hat ihre Prognose für das Geschäftsjahr 2026 nach unten korrigiert und die Prognose für 2027 zurückgenommen, das teilte das Unternehmen heute, 17. August 2026 mit. Als Hintergrund werden Verzögerungen bei internationalen Defense-Projekten, insbesondere durch verschobene öffentliche Beschaffungs-, Genehmigungs- und Abnahmeprozesse genannt.
Im ersten Halbjahr 2026 konnte Steyr Motors nach eigenen Angaben ursprünglich geplante Umsätze von rund 10 Millionen Euro nicht realisieren. Diese würden voraussichtlich auch im zweiten Halbjahr 2026 nicht vollständig aufgeholt werden können. Weitere zeitliche Verschiebungen seien möglich. Vor diesem Hintergrund sei das Erreichen der bisherigen Prognose derzeit nicht mehr zu erwarten.
Umsatz und Ergebnis im ersten Halbjahr
Im ersten Halbjahr 2026 erzielte der Steyr Motors Konzern einen Umsatz von 22,8 Millionen Euro. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es 23,1 Millionen Euro. Das bereinigte EBIT lag bei 0,1 Millionen Euro.
Für das Gesamtjahr 2026 rechnet der Vorstand nun mit einem Umsatzwachstum von 15 bis 25 Prozent gegenüber 2025. Ausgehend vom Konzernumsatz 2025 in Höhe von 48,5 Millionen Euro entspricht das einem erwarteten Jahresumsatz von rund 56 bis 61 Millionen Euro. Zuvor hatte das Unternehmen 75 bis 95 Millionen Euro Umsatz prognostiziert. Auch die EBIT-Marge wurde nach unten korrigiert: Statt mindestens 15 Prozent werden nun 8 bis 12 Prozent erwartet.
Prognose für 2027 zurückgenommen
Auch die bisherige Mittelfristprognose für 2027 ist von den Verzögerungen betroffen. Diese sah einen Umsatz von rund 140 Millionen Euro sowie ein EBIT von rund 40 Millionen Euro vor. Nach aktueller Einschätzung des Vorstands werden diese Ziele im Geschäftsjahr 2027 nicht erreicht. Die Prognose für 2027 wird daher zurückgenommen.
Wie das Unternehmen mitteilte, sei die Nachfrage bei den betroffenen Projekten weiterhin vorhanden. Die erwarteten Umsatzbeiträge würden sich jedoch teilweise um ein bis zwei Jahre verschieben.