STEYR / STEYR-LAND. Der Arbeitsmarkt in Steyr und Steyr-Land hat sich im August 2026 im Vergleich zum Vorjahr leicht verbessert – zumindest bei der Arbeitslosenquote. Im Bezirk Steyr lag sie laut AMS bei 7,9 Prozent und damit unter dem Vorjahreswert von 8,2 Prozent.
Insgesamt waren 3.552 Personen beim AMS Steyr als arbeitslos vorgemerkt, darunter 1.769 Frauen und 1.783 Männer. Das entspricht einem Minus von 3 Prozent beziehungsweise 108 Arbeitsuchenden weniger als im August 2025. Im Vergleich dazu verzeichnete Oberösterreich insgesamt ein Plus von 4,1 Prozent.
Rückgang bei Jobangeboten
Bei den Stellenangeboten zeigt sich ein etwas gemischtes Bild: 380 neue Jobangebote gingen im Monatsverlauf ein, das sind um 80 weniger als im Vorjahr. Am Ende des Monats waren 939 sofort verfügbare Stellen gemeldet, um 61 weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.
Auch im Lehrstellenbereich blieb die Lage angespannt, wenngleich es mehr Angebote gab: 103 sofort verfügbare Lehrstellen wurden gemeldet, ein Plus von 37. Dem standen 114 sofort verfügbare Lehrstellensuchende gegenüber, um 10 weniger als im Vorjahr.
Langzeitarbeitslosigkeit weiter hoch
Weniger erfreulich entwickelt sich die Langzeitarbeitslosigkeit: 884 Personen sind im Bezirk Steyr bereits länger als ein Jahr vorgemerkt. Das bedeutet einen Anstieg um 128 Personen beziehungsweise 16,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zwar liegt dieser Zuwachs unter dem oberösterreichischen Schnitt von 22,1 Prozent, dennoch bleibt die Zahl der Langzeitarbeitslosen ein zentrales Thema am regionalen Arbeitsmarkt.
Besonders wichtig ist dabei die Entwicklung in Steyr und Steyr-Land insgesamt, wo sich die Lage trotz leicht sinkender Arbeitslosenquote weiterhin differenziert zeigt: Während kurzfristig weniger Menschen Arbeit suchen, bleibt der Druck bei den offenen Stellen und vor allem bei den länger vorgemerkten Personen hoch.
Lage in Oberösterreich weiter stabil
In Oberösterreich zeigt sich der Arbeitsmarkt trotz konjunktureller Unsicherheiten weiterhin vergleichsweise stabil. Mit einer Arbeitslosenquote von 5,3 Prozent liegt das Bundesland im Vergleich nach Tirol und Salzburg an dritter Stelle und damit deutlich unter dem Österreichschnitt. Gleichzeitig bleibt die Beschäftigung hoch: Rund 696.000 unselbstständig Beschäftigte bedeuten ein Plus von 0,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch bei den offenen Stellen zieht die Nachfrage der Betriebe an – der Bestand stieg um 7,3 Prozent, die Zugänge sogar um 23,5 Prozent. Herausforderungen bleiben allerdings die Langzeit- und Frauenarbeitslosigkeit, die österreichweit weiterhin besonders im Fokus stehen.