• BEZIRK: STEYR, OÖ

STEYR / OÖ. Die anhaltend schwache Konjunktur schlägt sich weiterhin am Arbeitsmarkt nieder. Seit dem Frühsommer 2023 steigt die Arbeitslosigkeit in Österreich an – besonders bei Jugendlichen ist Gegensteuern dringend geboten. Auch im Bezirk Steyr ist die Lage angespannt: Die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen ist um 2,9 Prozent gestiegen. „Ein guter Ausbildungsplatz ist das beste Fundament für einen erfolgreichen Start in das Berufsleben, der sich über das gesamte Arbeitsleben hinweg positiv auswirkt“, betont AK-Präsident Andreas Stangl.

Gerade für junge Menschen ohne Lehrstelle oder Beschäftigung sei das Risiko brüchiger Erwerbskarrieren und späterer Arbeitslosigkeit hoch. Betriebe mit hohem Fachkräftebedarf seien daher gefordert, verstärkt in die Ausbildung zu investieren. Gefordert seien aber auch Landespolitik und Arbeitsmarktservice – mit passenden Beratungs-, Unterstützungs- und Ausbildungsangeboten.

Zahl der Jugendlichen ohne Beschäftigung in Steyr zuletzt rückläufig
Ende August 2026 waren in Oberösterreich 9.451 junge Menschen unter 25 Jahren auf der Suche nach einem Ausbildungs- oder Arbeitsplatz. Davon waren 1.136 lehrstellensuchend, 5.054 arbeitslos und 3.261 in einer AMS-Schulung. Das entspricht einem Plus von 4,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im Vergleich zu August 2023 hat sich die Zahl sogar um mehr als 1.300 Jugendliche erhöht.

Im Bezirk Steyr waren Ende August insgesamt 823 Jugendliche unter 25 Jahren entweder arbeitslos, in Schulung oder auf Lehrstellensuche. Konkret betraf das 424 arbeitslose Jugendliche, 285 in Schulung und 114 auf Lehrstellensuche. Damit zählt Steyr zu jenen fünf Bezirken, in denen die Zahl der Jugendlichen ohne Beschäftigung insgesamt um 0,7 Prozent zurückging.

„Die mit unserem AK-Ausbildungsfonds geförderten Pilotprojekte zeigen, welch großes Potenzial die Jugendlichen haben. Die politisch Verantwortlichen auf Landesebene sind nun gefordert, den jungen Menschen passende arbeitsmarktpolitische Maßnahmen zu bieten und ihnen so eine Perspektive zu geben“, so Stangl. Er fordert zudem mehr Engagement von jenen Betrieben, die sich aus der Lehrlingsausbildung zurückziehen. Junge Menschen sollen verstärkt zu Fachkräften ausgebildet werden – auch dann, wenn ihre schulischen Leistungen nicht optimal sind oder gesundheitliche Probleme vorliegen.

 

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