STEYR. Nachdem der Steyrer Bürgermeister Gerald Hackl bereits vor längerer Zeit bei den Verantwortlichen des Landes das große Interesse der Stadt deponiert hatte, als Standort für die neue TU für Digitalisierung in Betracht gezogen zu werden, ...

... erfolgte nunmehr offiziell der nächste Schritt: Die Stadt Steyr hat eine von allen Fraktionen des Steyrer Gemeinderates unterstützte Initiativbewerbung abgegeben, die zusätzlich von einem hochrangig besetzten Proponenten-Komitee aus Vertretern von Industrie, Wirtschaft, IT, Bildung und Forschung unterstützt wird. Die Bewerbung wurde gestern dem Bundesminister für Bildung und Wissenschaft,  Heinz Faßmann, sowie Oberösterreichs Landeshauptmann Thomas Stelzer und Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner übermittelt.

Die neue Technische Universität für Digitalisierung:
Der Standort Steyr hat viel zu bieten  
Die neue Technische Universität für Digitalisierung stellt für ganz Österreich und im Speziellen natürlich für Oberösterreich eine große Chance dar.
Denn: Das erfolgreiche Industrie-Bundesland ist sehr stark von der Automobilindustrie geprägt. Gerade in diesem Bereich wird es in den kommenden Jahren aber zu einschneidenden Transformationen kommen.

Digitalisierung wird Wirtschafts- und Industrielandschaft nachhaltig verändern
Schon jetzt ist die Dynamik, die durch steigende E-Mobilität entsteht, enorm – in Deutschland und Österreich beträgt der Verkaufsanteil an reinen E-Mobilen um die 14 Prozent, in Ländern wie Norwegen oder den Niederlanden bereits um die 50 Prozent. Diese Dynamik wird durch automatisiertes Fahren weiter verstärkt werden und die Durchdringung der Arbeitswelt mit sämtlichen Formen der Digitalisierung zusätzlich rasant beschleunigen. Die enorme Dynamik der Digitalisierung wird herkömmliche Produktionsmethoden sowie  Produktionsprozesse radikal beeinflussen und die Wirtschafts- und Industrielandschaft nachhaltig verändern.

Mit TU für Digitalisierung Transformationsprozess aktiv gestalten
Unsere Bildungsstrukturen sind dafür noch nicht ausreichend vorbereitet. Daher ist die TU für Digitalisierung ein essenzieller Schritt in die richtige Richtung. Gilt es doch, nicht nur eine Region oder ein Bundesland, sondern ganz Österreich auf diese Reise mitzunehmen und den mit großem Tempo voranschreitenden Transformationsprozess aktiv mitzugestalten.

Steyr als attraktiver Teil der neuen TU
Industriestandort mit beeindruckender IT-Kompetenz
Die Stadt Steyr will dislozierter Teil dieser neuen Technischen Universität werden, und das aus guten Gründen. So bietet der Standort Steyr unter anderem die einmalige Chance der direkten Vernetzung mit international renommierten Industrieunternehmen, wie BMW, MAN, SKF und ZF, um nur die größten zu nennen.

Mehrere tausend IT-Spezialisten bereits vor Ort
Aber auch die in Steyr ansässigen, international erfolgreichen Software-Unternehmen, wie BMD, Compu Group, Cosmo Consult, ESS oder Atensor, die national und international tätig sind und zusammen mehrere tausend IT-Spezialisten beschäftigen, eröffnen für die neue TU wertvolle Möglichkeiten zur Nutzung von Synergien.
Mit Profactor bietet sich für die neue TU am Standort Steyr auch eines der größten und renommiertesten außeruniversitären Forschungsinstitute Österreichs für direkte Kooperationen an.
Und mit dem Technology und Innovation Center (TIC) verfügt der Standort Steyr zudem über eine seit Jahren erfolgreich agierende zentrale Drehscheibe für innovative Entwicklungen, die ebenfalls als integrativer Bestandteil des neuen universitären Konzeptes mitgenutzt werden kann.

Dislozierte Organisation als Asset für neue TU
Die neue Technische Universität für Digitalisierung wird organisatorisch und didaktisch völlig neu gedacht und konzipiert. Internationalität, Vernetzung und Kooperation mit den Besten lauten die Maximen. Dies alles spricht dafür, die neue TU auch räumlich breit aufzustellen und die benötigten Inputs und Qualitäten gerade dort zu nutzen, wo sie im unmittelbaren Nahbereich in hoher Konzentration vorhanden sind. Auch unter diesen Aspekten bietet sich Steyr als ideale Standortlösung an.

Steyr – seit vielen Jahrzehnten ein Bildungsstandort höchster Güte
Bereits 1874 wurde die HTL in Steyr etabliert. Auch damals mit der Zielsetzung, die aktuellen Herausforderungen mit einem Mehr an höherer Bildung zu meistern. Heute deckt die HTBLA Steyr bekanntlich den Ingenieurbedarf der ganzen Region und darüber hinaus.
Auch die Erfolgsgeschichte Fachhochschule OÖ wurde und wird in Steyr seit 25 Jahren auf höchstem Niveau mitgeschrieben. Die beeindruckenden Zahlen an Absolventen sowie die Spitzenplatzierungen bei internationalen Studiengang-Rankings verdeutlichen das eindrucksvoll: Mit aktuell 13 Bachelor- und Masterstudiengängen, 1400 Studierenden, knapp 6000 Alumni, 130 Partnerhochschulen, sechs Forschungsschwerpunkten und zwei komplett englischsprachigen Studiengängen zählt die FH Steyr zu den Aushängeschildern im glänzenden Collier der FH OÖ.
Im Übrigen sorgt die einzigartige Lage direkt am Wasser und im Herzen der Altstadt für ein Ambiente, das in Österreich und darüber hinaus seinesgleichen sucht.
Und noch etwas: Die dislozierte Organisation mit den Standortkommunen Linz, Wels, Steyr und Hagenberg war und ist eines der Erfolgsgeheimnisse der Fachhochschule Oberösterreich, für die bei der Gründung 1993 die Konzentration lediglich auf einen Standort vorgesehen gewesen war.

International erfolgreiche Unternehmen in unmittelbarer Nachbarschaft
Steyr hat als Industriestandort eine jahrhundertelange Tradition und sich mehr als einmal neu erfunden. Mit Unternehmen wie BMW, SKF, ZF und auch MAN, aber auch den international erfolgreichen Software-Unternehmen wie BMD, Compu Group, Cosmo Consult, ESS oder Atensor, um nur einige zu nennen, bietet der Standort Steyr einen Background an Wissen, Vernetzung, Internationalität, Forschung und operativer Umsetzung, der für den digitalen Wandel im Allgemeinen und die TU für Digitalisierung im Speziellen ein besonderes Asset darstellt und ideale Voraussetzungen für universitäre Partnerschaften und Kooperationen bietet.

In jeder Hinsicht beste Voraussetzungen
Aber nicht nur in Bezug auf international erfolgreich agierende Unternehmen und Konzerne hat Steyr beste Voraussetzungen – mit Profactor bietet sich auch eines der größten und renommiertesten außeruniversitären Forschungsinstitute für Kooperationen an.
Darüber hinaus ist ein neues Digitalisierungszentrum in Planung: Die FH Steyr setzt in Zusammenarbeit mit dem Museum Arbeitswelt, wo das Digitalisierungszentrum situiert sein wird, mit „Digital Organization“ einen neuen Schwerpunkt. An diesem innovativen Ort werden bestehende und künftige Unternehmen lernen und sehen können, was es bedeutet, eine digitale Organisation zu sein.

Eine Region erfindet sich neu
Steyr kann und soll zum Zentrum der Digitalkompetenz werden. Je intensiver und hochwertiger die digitale Ausbildung in einer Region, umso höher ist die Attraktivität für neue digitale Betriebe. Schon aus der „Generation Z“ wollen mehr als 37 Prozent ein eigenes Unternehmen gründen. Im Übrigen sind Neugründungen im Digitalbereich mit deutlich weniger Ressourcen und Kosten verbunden als industrielle Gründungen. Eine große Chance für die Stadtregion Steyr mit mehr als 100.000 Bewohnerinnen und Bewohnern, sich in diesem Zukunftsbereich neu zu erfinden.

Studentenleben an einem der schönsten Plätze Österreichs
Steyr ist auch Stadt für Studierende. Die Infrastruktur, die in den vergangenen Jahrzehnten für Schülerinnen und Schüler, Studentinnen und Studenten geschaffen wurde, ist beeindruckend. Ein Bildungs- und Kulturcampus ist direkt am Wasser im Wehrgraben entstanden; HTL, BHAK, BHLW, BRG, BG sind in Gehweite der Altstadt; es entstanden und entstehen Studentenwohnheime, die den internationalen Vergleich nicht zu scheuen brauchen; Stadt und Privatvermieter bieten leistbare Studentenwohnungen, und auch das Studentenleben ist bestens etabliert mit notwendiger Gastronomie, Freizeitangeboten und Nachtleben. Internationale Austauschstudentinnen und -studenten sind Teil des Steyrer Alltags geworden.

Universitätsgebäude sofort beziehbar oder neu
Für Universitäts-, Forschungsgebäude und Labors bieten sich in Steyr viele Möglichkeiten an. Etwa das sofort beziehbare Technologiehaus im Steyrer Stadtgut mit Seminarräumen, offenen Bereichen, Forschungslabors und Werkstätten, das sich in unmittelbarer Nachbarschaft zum Technology und Innovation Center (TIC) und dem Forschungsinstitut Profactor befindet. Nur wenige Minuten vom Stadtzentrum entfernt. Leicht zu erreichen: per Rad, Auto, aber auch öffentlich.
Eine attraktive Standortmöglichkeit bietet sich aber auch im Stadtteil Ennsdorf, wo in unmittelbarer Nähe zur Steyrer Altstadt (über den Stadtplatzsteg in fünf Minuten) im Bereich des Bahnhofes ein neues Wohnquartier in Planung ist, und ein oder auch mehrere Universitätsgebäude nicht nur problemlos mitgeplant werden könnten, sondern sich auch ideal in den Benutzermix einfügen würden.

Idealer Universitätsstandort mit außergewöhnlichem Flair
Ob Technik und Industrie, IT-Kompetenz, Forschung und Entwicklung, Bildung und vieles mehr – Steyr ist breit aufgestellt und bietet sich ideal als dislozierter Standort für Fakultäten und Institute der neuen Technischen Universität für Digitalisierung an.
Aber noch etwas nicht Unwesentliches kann Steyr in puncto Standortqualität für die neue TU für Digitalisierung für sich in die Waagschale werfen: die hohe Lebensqualität sowie das unvergleichliche Ambiente einer Stadt an zwei Flüssen, wo alles, was man zu einem guten Leben braucht, nur einen Steinwurf entfernt liegt.

Hochrangig besetztes Proponenten-Komitee für Steyr als TU-Standort
Nicht nur die politischen Parteien stehen geschlossen hinter der offiziellen Bewerbung der Stadt Steyr als dislozierter Standort für die neue TU für Digitalisierung. Auch ein hochrangig besetztes Proponenten-Komitee aus Vertretern von Industrie, Wirtschaft, IT, Bildung und Forschung unterstützt diese Initiative und wirbt dafür, im Rahmen des Gesamtkonzeptes Steyr als Standort für Fakultäten und Institute der neuen Technischen Universität zu berücksichtigen.

Mag. Gerhard Klinger, MBL
Arbeiterkammer Steyr

Wolfgang Bräu
AURIS IT Consult GmbH

Dr. Christoph Jungwirth
BFI OÖ

Dr. Markus Knasmüller
BMD Systemhaus GmbH

Dr. Alexander Susanek
BMW Motoren GmbH

Mag. Dieter Ahamer
Burg Design GmbH

Willibald Salomon
CGM Clinical Österreich GmbH

Mag. Patrick Weilch
COSMO CONSULT SI GmbH

Dr. Martin Schifko
ESS Engineering Software Steyr GmbH

FH-Prof. DI Dr. Heimo Losbichler
Fachhochschule Steyr

Mag. Walter Ortner
FAZAT Steyr

Michael Kralowetz, BSc
GFM

Mag. Alexander Stellnberger
Gstöttner Ratzinger Stellnberger Wirtschaftsprüfung Steuerberatung GmbH Steyr

Mag. Ute Wiesmayr
HAK Steyr

HR DI Dr. Franz Reithuber
HTL Steyr

Ing. Mag. Klaus Krüger
Kappa Filter Systems GmbH

Bernadette Huber
Künstlerin

KommR MMag. DDr. Karl-Heinz Rauscher
MAN Truck & Bus Österreich GesmbH

Stephan Rosinger
Mag. Maria Vogeser-Kalt

MAW – Museum Arbeitswelt Steyr
Matthias Ortner

NKE Steyr
Dr. Christoph Breitschopf

DI Dr. Andreas Pichler
PROFACTOR GmbH

Hon.-Prof. Univ.-Doz. Mag. Dr. Reinhard Schwarz
Schwarz Kallinger Zwettler Wirtschaftsprüfung

Steuerberatung GmbH
Ing. Franz Hammelmüller

SKF Österreich AG
DI Mag. Dieter J. Angerer

Ing. Harald Wolfram, B.A.
Steyr Motors GmbH

Mag. Daniela Zeiner
TIC Steyr

Dkfm. Mag. Leopold Födermayr
Unternehmer

Ing. Eduard Riegler
Wirtschaftskammer Steyr

Dipl. Ing. (FH) Alois Arnberger
ZF Steyr Präzisionstechnik GmbH

Stimmen zum TU-Standort Steyr:
 Universitäts-Dozent Reinhard Schwarz, Wirtschaftsprüfer, Vertreter des Proponenten-Komitees
„Gerade der FH OÖ Standort Steyr bietet beste Voraussetzungen regionaler Träger eines TU Oberösterreich Standortes zu sein. Die Ressourcen der FH OÖ im Bereich industrieorientierte Lehre und Forschung ergänzen sich hervorragend mit einem Standort für diese technische Universität mit dem Schwerpunkt Digitalisierung. Die Präsenz renommierter Systemhäuser wie BMD, Compu Group, Cosmo Consult sowie außeruniversitärer Forschungseinrichtungen wie Profactor ist ein geeignetes Umfeld für eine technische Universität für Digitalisierung. Die Menschen in Steyr sind seit jeher Träger und Trägerinnen industrieller Innovation und Steyr ist insgesamt gut in der Lage, den internationalen Zuzug dieser Universität aufzunehmen. Die Kooperation mit anderen Universitäten und außeruniversitären Lehr- und Forschungseinrichtungen ist notwendig, um den Auftrag Digitalisierung umsetzen zu können und daher ist Steyr als Standort mitten in Österreich eine gute Wahl.
Die Zusammensetzung der Vorbereitungsgruppe gewährleistet, dass vor allem zuerst die Zielsetzung definiert wird, in weiterer Folge die dafür erforderlichen Maßnahmen im Bereich der wissenschaftlichen Ausrichtung, der Finanzierung und des rechtlichen Rahmens definiert werden und daher Steyr angemessen Beachtung finden wird.“

Stadtrat Reinhard Kaufmann, Die Grünen Steyr:
Die enorme Dynamik der Digitalisierung wird auch in sozialen und gesellschaftlichen Lebensbereichen der Menschen große Veränderungen mit sich bringen. Die Berücksichtigung der Bedürfnisse der Nutzerinnen und Nutzer aus allen Gruppen der Bevölkerung, zum Beispiel barrierefreier Zugang zu digitalisierten Angeboten, sowie gesellschaftlich relevanter Themen, zum Beispiel Umgang mit persönlichen Daten, sind als wesentliche Erfolgsfaktoren von Beginn weg mitzudenken.  

Gemeinderat Markus Spöck, Fraktionsvorsitzender ÖVP-Bürgerforum
Diese gemeinsame Bewerbung für eine Technische Universität ist für Steyr eine Riesenchance zur nachhaltigen Absicherung des Wirtschaftsstandortes. Steyr könnte so zum Zentrum des digitalen Wandels werden. Wenn wir es schaffen, die dazu benötigten Fachkräfte direkt in unserer Stadt auszubilden, ist das in der Zukunft ein unschätzbarer Standortvorteil. Die TU kann aufgrund unserer vielen renommierten  Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Schul- und Ausbildungsstätten vor Ort mehr als nur profitieren, diese Chance ist eine ganz klare Win-Win-Situation für alle.

Vizebürgermeister Helmut Zöttl, FPÖ:
Steyr ist schon seit Jahrhunderten eine Stadt der Technologie und Innovation. Aus dieser Tradition heraus sind auch hervorragende Ausbildungsstätten in Steyr entstanden, sowohl betriebliche als auch öffentliche. Mit dem Ergebnis, dass Steyrer Technikerinnen und Techniker zur absoluten Spitzen-Liga zählen. Steyr ist deshalb als Standort einer Technischen Universität optimal geeignet, diese Bildungseinrichtung auf höchstem Niveau würde sich perfekt in das Gesamtbild der Technologie-Region Steyr einfügen.    

Vizebürgermeisterin Anna-Maria Demmelmayr, SPÖ:
Es sollte auf alle Fälle ein Teil dieser neuen TU in Steyr angesiedelt werden. Die äußerst positiven Erfahrungen mit der Fachhochschule Oberösterreich in Steyr zeigen, dass der Betrieb einer dislozierten Bildungseinrichtung unter einem gemeinsamen Träger hervorragend funktionieren kann. Für Steyr ist die Digital-Uni eine Riesenchance, die wir unbedingt nützen wollen. Mit dem Motto: „lokal inskribieren – global studieren“ wollen wir für die Jugendlichen in unserer Region bestmögliche Bildungschancen bieten. Von Steyr als Universitätsstadt profitieren die Menschen und Unternehmen in der gesamten Region.