STEYR. Eine eintägige Fortbildung der besonderen Art durften die Ärzt/-innen der Abteilung für Unfallchirurgie des Landes-Krankenhauses Steyr kürzlich absolvieren. Der „Arthrex Mobile Lab“ – ein elf Meter langer LKW, ausgestattet mit hochmoderner Operationstechnologie, ...

... machte Halt vor den Toren des Spitals und ermöglichte den Chirurg/-innen ein Arthroskopie-Training unter sehr realitätsnahen Bedingungen. Seit seiner Fertigstellung im Herbst 2012 tourt der Truck als eine Art rollender Übungs- Operationssaal durch ganz Europa.

Im routinierten Ambulanzbetrieb und in den Spezialambulanzen für Knie, Schulter, Hand und Fuß sind die Chirurg/-innen des Schwerpunktkrankenhauses Steyr immer wieder mit sehr seltenen Erkrankungen und Verletzungen konfrontiert. „Intensives Arbeiten im Team, regelmäßiger Austausch und Weitergabe von Know-how sowie eine stetige Erweiterung der eigenen Kompetenzen sind da besonders wichtig“, ist sich OA Dr. Ali Reza Gol von der Abteilung für Unfallchirurgie und Initiator der Weiterbildung sicher. Mit dem „Arthrex Mobile Lab“ steht den Expert/-innen ein hochtechnologischer Operationssaal zur Verfügung, der lange Anreisen und Organisation unnötig macht und somit direkt am Arbeitsort eine Fortbildung für das gesamte Team erheblich vereinfacht.

Arthroskopie-Übungslabor der Extraklasse

Ausgestattet ist das mobile Labor mit allem, was heute in einem orthopädischen Operationssaal zum Einsatz kommt. „Bis zu sechs Chirurg/-innen können gleichzeitig an zwei vollwertigen Arthroskopie-Plätzen sowie einer Workstation für offene Chirurgie arbeiten. Zudem ermöglicht die moderne Kameratechnik auch chirurgische Demonstrationen aus dem Bus live in einen Hörsaal“, so der Chirurg.

An anatomischen Präparaten konnten die Fachärzt/-innen unter überaus realitätsnahen Rahmenbedingungen sämtliche Rekonstruktionstechniken an Schulter, Knie, Ellenbogen und Knöchel sowie seltene Therapietechniken in der Hand- und Fußchirurgie erlernen, perfektionieren, auffrischen oder vertiefen. Zudem hatten die Operateur/-innen die Möglichkeit neue Implantate und Instrumente zu testen und zu bewerten.

„Die realitätsnahe Arbeit an Humanpräparaten sowie der Einsatz der innovativsten Techniken im gewohnten, eingespielten OP-Team war für die gesamte Abteilung eine positive Erfahrung“, freut sich OA. Dr. Gol über die gelungene Fortbildung.

Bild: OA Dr. Gol (2.v.r.) und seine Kolleg/-innen im Arthroskopie-Übungslabor. Foto: gespag