STEYR. Die österreichische Schriftstellerin und diesjährige Bachmann-Preisträgerin Birgit Birnbacher präsentiert ihren erst kürzlich prämierten Text „Der Schrank” am Freitag, dem 20. September, um 19.30 Uhr im Museum Arbeitswelt. Sie macht den Auftakt im Veranstaltungsherbst, ...

... in dem auch noch Konrad Paul Liessmann und Michael Köhlmeier in der Reihe „Literaturfabrik“ zu Gast sein werden.

Die Schriftstellerin Birgit Birnbacher beschäftigt sich in ihren neuen literarischen Arbeiten mit den verschiedenen Formen des gesellschaftlichen Prekariats und der Neuen Arbeit. Die Ausstellung Arbeit ist unsichtbar legte einen der Grundbausteine für diese thematische Richtung, weshalb sie für ihr Portätvideo zu den Tagen der deutschsprachigen Literatur 2019 auch nach Steyr zurückkam.

In „Der Schrank” thematisiert die in Salzburg lebende Autorin das Leben einer 36-jährigen Erzählerin, an einer soziologischen Studie teilnimmt. Am 30. Juni wurde Birgit Birnbacher für den Text mit einem der renommiertesten Preise der deutschsprachigen Literatur ausgezeichnet. „Ohne mit Zaunpfählen zu winken, erzählt dieser Text von Zusammenbrüchen, von verstummten Liebesleben und vom Überlebenskampf”, lobte die Jury die Geschichte auch als eine „Mikrostudie der Lebensverhältnisse”, die mit einer knisternden Sprache beschrieben wird.


Über die Autorin
Birgit Birnbacher, geboren 1985 in Schwarzach, lebt in Salzburg. Sie machte nach dem frühen Schulabbruch zunächst eine Lehre. Danach Freiwilligenarbeit in Addis Abeba und weiteren Orten. Mehrere Berufe, später Studium der Soziologie und Sozialwissenschaften. Es folgte Sozialarbeit im In- und Ausland. 2016 veröffentlichte sie ihren ersten Roman „Wir ohne Wal“. Im März 2020 wird der zweite Roman „Ich an meiner Seite“ erscheinen.

Beginn: 19.30 Uhr
Eintritt: VVK € 8,- / AK € 10,
Büchertisch: Buchhandlung Verlag Ennsthaler