STEYR. Seit 2007 gibt es im Rathaus auf dem Stadtplatz einen Laien-Defibrillator. Bisher war er im Tourismusbüro im Erdgeschoß untergebracht. Das Gerät wurde nun direkt an das Eingangstor des Gebäudes montiert und ist somit rund um die Uhr zugänglich ...

Stadtrat Dr. Michael Schodermayr: „Ich bin froh, dass der Defibrillator jetzt für alle gut sichtbar und leicht erreichbar am Rathaustor montiert ist. Bei der Reanimation zählt jede Sekunde, und ein schnell greifbarer Defi kann nicht nur Leben retten, sondern auch die Lebensqualität nach einer Reanimation höchst positiv beeinflussen.“

Defibrillatoren – kurz Defis genannt – geben kurze elektrische Stromimpulse ab und können so ein flimmerndes Herz wieder in den richtigen Rhythmus bringen. Ausgelöst wird Kammerflimmern zum Beispiel durch einen Herzinfarkt.
Der Bezirksstellenleiter des Roten Kreuzes Steyr Dr. Urban Schneeweiß dazu: „Ich finde die Anbringung des Defis am Rathaustor absolut sinnvoll, damit können jederzeit Leben gerettet werden. Ich möchte aber diese Gelegenheit nutzen und dazu anregen, seine Kenntnisse in Erster Hilfe aufzufrischen.“

Falsch ist es nur, nichts zu tun
Auch wenn die Rettung im Notfall rasch zur Stelle ist, kommt den ersten Minuten nach einem Atem-Kreislauf-Stillstand eine unsagbar große Bedeutung zu. Notruf abgeben, Wiederbelebung (= Herzdruckmassage und Beatmung) und schnelle Defibrillation sind dabei die drei entscheidenden Komponenten. Falsch wäre es nur, nichts zu tun. Jeder Laie kann einen Ersthelfer-Defi benützen. Man kann nichts falsch machen, denn der Defi wird nur aktiv, wenn es nötig ist. Das Gerät erkennt automatisch, ob eine Herzrhythmusstörung vorliegt oder nicht. Ein eingebauter Computer gibt dazu auch noch genaue Sprachanweisungen für den Einsatz.

Im Steyrer Stadtgebiet gibt es derzeit 34 Standorte für Defibrillatoren. Die Liste kann man unter https://www.roteskreuz.at/ooe/rettungsdienst/defibrillator/defi-standorte-in-oberoesterreich abrufen.