STEYR. Am Donnerstag, 17.Oktober 2019 erhielten die TeilnehmerInnen des ersten ProChallenge Lehrgangs ihre Zertifikate verliehen. Die Challenge 2018/2019 war herausfordernd und wurde erfolgreich gemeistert. Fünf Unternehmen haben ausgewählten FacharbeiterInnen ermöglicht, ...

... daran teilzunehmen und an den Erfahrungen zu wachsen. Das wissen die Lehrgangsabsolventen zu schätzen und sind begeistert. „Wir danken unseren Firmenchefs, wir werden noch lange von den Erlebnissen zehren“, sagt Michael Leyerer, Lehrgangsteilnehmer und Mitarbeiter von Elektro Kammerhofer.

Über Höhen und Tiefen führte die TeilnehmerInnen der ersten ProChallenge die finale Challenge – eine Wanderung quer durchs Hintergebirge – herausfordernd und eine Grenzerfahrung. Dabei haben sich Qualitäten gezeigt, die im Lehrgang erworben wurden. Gemeinsam wurden die TeilnehmerInnen stärker, entfalteten ihr Potential und ein Miteinander, dass sich im verantwortungsvollen Handeln im Alltag wiederspiegelt. Sie haben sich gegenseitig geholfen und auch Lasten abgenommen. „Ich bin begeistert von der Bereitschaft der jungen Erwachsenen, die vielen neuen Erfahrungen anzunehmen, sie nicht als Belastung oder Bedrohung anzusehen, sondern als Challenge“, erzählt Martin Krejcarek (Fokus7), der die TeilnehmerInnen als Lehrgangsleiter begleitet hat.
 
Foto © Martin Krejcarek, Fokus7


Im Rahmen eines Projekts des Netzwerks Smart Innovation Steyr wurde die ProChallenge mit der Design Thinking Methode entwickelt und als überbetrieblicher Lehrgang in sechs Modulen konzipiert. Den jungen Menschen werden Soft Kills wie Kommunikation, Führungsfähigkeiten, Offenheit für Innovation und unternehmerisches Denken vermittelt. „In jedem Modul werden die TeilnehmerInnen herausgefordert, aus ihrer Komfortzone zu kommen und eine Barriere zu überwinden – so kann Entwicklung stattfinden“, erzählt Hubert Preisinger (GF Leap Forward). „Es sind Trainings mit emotionalem Charakter, um die Menschen zu erreichen“, ergänzt Ulli Voithofer (Personalleiterin Erema).

Die TeilnehmerInnen sind von der Ausbildung überzeugt.  „Wir haben so viel gelernt, wie viel wird uns erst langsam bewusst, wenn wir die Dinge im Alltag praktisch umsetzen. Auf jeden Fall nehme ich mir mit, wie wichtig gutes Teamwork ist und dass es nie schadet, eine zweite Lösung parat zu haben“ meint Patrick Felbauer von ZF.

An der ersten Challenge waren die Unternehmen Elektro Kammerhofer, EREMA, Tischlerei Hackl, Riegler Metallbau und ZF Steyr beteiligt. Die UnternehmerInnen freuen sich über die gelungene Challenge und die Entwicklung der TeilnehmerInnen. Sie sehen, wie positiv diese im Betrieb vom Erlebten berichten und bereit sind, einen Beitrag zur Unternehmensentwicklung zu leisten. Sie identifizieren sich jetzt mehr mit ihrem Betrieb. „Unsere TeilnehmerInnen haben sich mit Themen auseinandergesetzt, mit denen sie sich sonst nicht so beschäftigt hätten. Sie haben dadurch ein anderes Bewusstsein für ihre Arbeit im Alltag erhalten und haben die Möglichkeit reflektierter zu agieren“, erzählt Bettina Riegler (Riegler Metallbau).

Die Challenge hat die Fachkräfte der Betriebe verbunden, ein gutes Miteinander entstehen lassen. „Ich habe selten erlebt, dass so rasch eine gute Gruppe entstehen kann, die zusammenhält“, schildert Jakob seine Erfahrungen. Die TeilnehmerInnen 2018/19 werden auf jeden Fall in Kontakt bleiben, sich austauschen und weiter voneinander lernen – da sind sich alle einig. Und eine neue ProChallenge wird 2020 starten. „Wir sind schon wieder in der Auswahl und Planung für den nächsten Lehrgang und werden voraussichtlich wieder drei MitarbeiterInnen ins Rennen schicken. Alle unsere TeilnehmerInnen haben sich etwas mitgenommen, was sie in die Praxis umsetzen können – vor allem Kommunikation und Think Business hat sie begeistert,“ berichtet Peter Bertignoll (Personalentwicklung ZF Steyr)

„Der Erfolg von ProChallenge hat gezeigt, dass die Zusammenarbeit unterschiedlichster Unternehmen bei gemeinsamen Ausbildungen sinnvoll ist. Wir werden die ProChallenge daher gern auch zukünftig im Rahmen von Smart Innovation unterstützen“, erzählt Walter Ortner.

Am 6. November 2019 wird im Museum Arbeitswelt der nächste Schritt gesetzt, wenn darüber diskutiert wird, was junge Fachkräfte sich von Unternehmen wünschen und welche Anforderungen Personalisten in Zukunft haben. Alle Interessierten sind eingeladen mitzudiskutieren und weitere Handlungsempfehlungen für die Region Steyr zu generieren, um diese für zukünftige Fachkräfte attraktiv zu gestalten. Die Veranstaltung ist kostenlos, Anmeldung und Informationen unter www.tic-steyr.at
 
Foto © Sonja Preisinger, TIC Steyr